Landschaftspräsident Bröring lobt Kooperation mit Regionalhistoriker als „Win-Win-Situation“

Meppen: Die Studiengesellschaft für Emsländische Regionalgeschichte, ein Zusammenschluss von regionalgeschichtlich Interessierten aus der Grafschaft Bentheim und dem Emsland, und die Emsländische Landschaft für die Kreise Emsland und Grafschaft Bentheim arbeiten künftig enger zusammen. Die Studiengesellschaft schließt sich nach Zustimmung aller zuständigen Gremien beider Organisationen als eine Arbeitsgruppe der Emsländischen Landschaft an, bleibt jedoch als eigener Verein bestehen. Nach dem Tod ihres langjährigen Vorsitzenden Willi Rülander am 8. Februar 2018 stand die Studiengesellschaft vor der Frage, wie sie die  Vereinsarbeit fortführen konnte. Es fand sich keine Nachfolger für die zahllosen Tätigkeiten, die Rülander bis zuletzt ehrenamtlich übernommen hatte.

Daher nahm der Vorstand Gespräche mit der Emsländischen Landschaft auf, die zu einem positiven Abschluss gekommen sind. Der Präsident der Emsländischen Landschaft, Hermann Bröring, sprach jetzt bei einem Treffen in der Bibliothek des Emsländischen Heimatbundes in Meppen von einer „Win-Win-Situation“.

Bröring verwies auf die drei jährlichen Publikationen zur Geschichte der Region: Das „Emsland-Jahrbuch“ des „Emsländischen Heimatbundes“, das „Bentheimer Jahrbuch“ des Grafschafter Heimatvereins, die „Emsländische Geschichte“ der Studiengesellschaft für Emsländische Regionalgeschichte. Als unregelmäßig erscheinende Reihe werde dies noch komplettiert durch die wissenschaftlichen Veröffentlichungen in der Schriftenreihe „Emsland/Bentheim. Beiträge zur Geschichte“, die –herausgegeben von der Emsländischen Landschaft – von der Leitung des Landesarchivs in Osnabrück betreut wird. In allen Reihen werde über die Region berichtet, wenn auch mit unterschiedlichen Beiträgen und Schwerpunktsetzungen.

„Es ist sinnvoll, sie als jeweilige Leuchttürme stehen zu lassen“, sagte der Präsident. „Um diese Plattformen werden uns sicherlich andere Regionen beneiden“. Die Emsländische Landschaft wolle die Studiengesellschaft gerne unterstützen, etwa beim Versenden von Büchern und die Übernahme der Finanzverwaltung; eine Aufgabe, die Mitarbeiterin Sonja Schnelte übernehmen soll. Der notwendige Freiraum für die weiterhin eigenverantwortlich tätige Redaktion der „Emsländischen Geschichte“ sei gewährleistet, erklärte Bröring.

Auch Josef Grave zeigte sich als Geschäftsführer der Emsländischen Landschaft erfreut über die Kooperation und lobte, „dass die Geschichtsschreibung in einem guten Einvernehmen weitergeführt wird“. Die Region könne sich glücklich schätzen, dass in drei jährlich publizierten Reihen sich auf hohem Niveau mit der Geschichte und Kultur der Region beschäftigt werde.

Paul Thoben sagte als stellvertretender Vorsitzender der rund 60 Mitglieder zählenden Studiengesellschaft: „Die Gespräche zur Kooperation sind sehr erfolgreich verlaufen“. Die Studiengesellschaft sei von viel Verwaltungsarbeit entlastet und könne sich wieder der Herausgabe ihrer Reihe und der Organisation von Veranstaltungen widmen. Thoben dankte allen, die an Verhandlungen beteiligt waren und fügte hinzu: „Wir sind jetzt für die Zukunft besser aufgestellt“. Die „Emsländische Geschichte“, in der sowohl Forschungen zum Emsland wie zur Grafschaft Bentheim veröffentlicht werden, passe besonders gut zur Emsländischen Landschaft, die eben beide Landkreise vertrete.

 

Bild: Erfreut über die Zusammenarbeit zeigten sich bei einem Treffen in der Bibliothek des Emsländischen Heimatbundes in Meppen (von links) für die Emsländische Landschaft Präsident Hermann Bröring, Geschäftsführer Josef Grave und Mitarbeiterin Sonja Schnelte und die Vorstandsmitglieder der Studiengesellschaft für Emsländische Regionalgeschichte, Dr. Helmut Lensing, Bernd Herbers, Heinz Struckmann, Heinz Kleene, Dr. Christof Haverkamp und Vorsitzender Paul Thoben.