Leicht erweitert und mit etlichen neuen Illustrationen

Das hätten sich die Autoren Helmut Lensing und Bernd Robben selbst nicht vorstellen können: Ihr 2014 veröffentlichtes Werk über das Heuerlingswesen in Nordwestdeutschland von seinen Anfängen bis zur Auflösung in den 1950er und 1960er Jahren traf einen Nerv und stieß auf eine ungeahnte und alle überraschende Resonanz. Nicht nur im Emsland und in der Grafschaft Bentheim, woher die beiden Autoren stammen, sondern auch im Oldenburger Münsterland, dem Osnabrücker Land, den Kreisen Diepholz und Nienburg sowie im Münsterland und in Ostwestfalen-Lippe waren viele Menschen fasziniert von der Schilderung des Lebens der ländlichen Unterschichten, aus denen ein beachtlicher Teil der heute hier ansässigen alteingesessenen Bevölkerung stammt.

Das Alltagsleben der Heuerlinge und der vielfach aus ihren Familien stammenden Knechte und Mägde, deren Wohnsituation sowie ihr Bemühen, eine eigenen Existenz in Moor, Heide oder im Ausland aufzubauen, spielten in den allermeisten Bücher über das Leben auf dem Land keine oder kaum eine Rolle – hier steht es im Mittelpunkt eines Buches, in dem zahlreiche Illustrationen das Leben der ländlichen Unterschicht im Nordwesten Deutschlands anschaulich machen.

Anfang November 2019 kommt daher die 9. Auflage! Die beiden letzten Kapitel sind erweitert worden, die Literaturliste ist aktualisiert und außerdem finden sich hier neue Illustrationen.

Das Buch (ISBN 978-3-9818393-1-9) ist im Buchhandel unter dem alten Preis von 24,90 Euro bestellbar oder kann online bestellt werden unter Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! (zzgl. 4,00 Euro Versandkosten innerhalb Deutschlands für ein Buch).

Buch über Heuerlingswesen jetzt in 7. Auflage erschienen

„Der Heuermann war ein Sklave bei den Bauern … Keine Rücksicht wurde genommen an Samstagen, da mußte der bäuerliche Hof draußen gesäubert werden, ohne Rücksicht, daß die Heuerleute-Frauen ihre Kinder auf den Sonntag vorbereiten konnten, ob ein Familientag war, wie Erstkommunionfeier, sie waren eben Heuermann, oder wenn dessen Frauen Kinder stillen mußten in der Erntezeit, die mußten nachgebracht werden und dann hinter Gattern. Hatte aber das Pferd des Bauern ein Füllen, dies mußte zu Frühstück oder Vesper nach dem Stall, die Heuerlingsfrau mußte sehen, wie sie fertig wurde … Heuerlingskinder wurden in allen Bereichen zurückgestellt … Kinder bloß acht Jahre zu Schule, damit diese nicht zu klug wurden, sonst blieben keine mehr zur Ausbeutung“.

Diese ungelenk-zornigen Zeilen fanden sich im Dezember 1971 in einem Leserbrief in Südoldenburg, als ein Heimatorgan einen Artikel über das gerade in den letzten Zügen liegende Heuerlingswesen veröffentlicht hatte. Sie zeigen auch, warum das Heuerlingswesen auf dem Lande so lange ein „heißes Eisen“ war. Heimatvereine und andere Institutionen mieden das Thema, um keinen Streit im Dorf auszulösen. Umso überraschter waren wir, dass unser Buch auf eine derart große und immer noch anhaltende Resonanz stößt. Im Februar war der Nachdruck unserer 5. Auflage, die wir neu in Belm haben drucken lassen und daher schon die 6. Auflage war, bereits wieder vergriffen.

Da wir weiterhin Nachfragen erhielten, haben wir uns entschlossen, eine kleine 7. durchgesehene und leicht veränderte Auflage drucken zu lassen. Der Neudruck wird Mitte November ausgeliefert.

Das Buch (ISBN 978-3-9818393-1-9) kann unter dem alten Preis von 24,90 (zzgl. Versandkosten) Euro (vor-)bestellt werden unter Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!