Buch über Heuerlingswesen jetzt in 7. Auflage erschienen

„Der Heuermann war ein Sklave bei den Bauern … Keine Rücksicht wurde genommen an Samstagen, da mußte der bäuerliche Hof draußen gesäubert werden, ohne Rücksicht, daß die Heuerleute-Frauen ihre Kinder auf den Sonntag vorbereiten konnten, ob ein Familientag war, wie Erstkommunionfeier, sie waren eben Heuermann, oder wenn dessen Frauen Kinder stillen mußten in der Erntezeit, die mußten nachgebracht werden und dann hinter Gattern. Hatte aber das Pferd des Bauern ein Füllen, dies mußte zu Frühstück oder Vesper nach dem Stall, die Heuerlingsfrau mußte sehen, wie sie fertig wurde … Heuerlingskinder wurden in allen Bereichen zurückgestellt … Kinder bloß acht Jahre zu Schule, damit diese nicht zu klug wurden, sonst blieben keine mehr zur Ausbeutung“.

Diese ungelenk-zornigen Zeilen fanden sich im Dezember 1971 in einem Leserbrief in Südoldenburg, als ein Heimatorgan einen Artikel über das gerade in den letzten Zügen liegende Heuerlingswesen veröffentlicht hatte. Sie zeigen auch, warum das Heuerlingswesen auf dem Lande so lange ein „heißes Eisen“ war. Heimatvereine und andere Institutionen mieden das Thema, um keinen Streit im Dorf auszulösen. Umso überraschter waren wir, dass unser Buch auf eine derart große und immer noch anhaltende Resonanz stößt. Im Februar war der Nachdruck unserer 5. Auflage, die wir neu in Belm haben drucken lassen und daher schon die 6. Auflage war, bereits wieder vergriffen.

Da wir weiterhin Nachfragen erhielten, haben wir uns entschlossen, eine kleine 7. durchgesehene und leicht veränderte Auflage drucken zu lassen. Der Neudruck wird Mitte November ausgeliefert.

Das Buch (ISBN 978-3-9818393-1-9) kann unter dem alten Preis von 24,90 (zzgl. Versandkosten) Euro (vor-)bestellt werden unter Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

 

 

Neunte Auflage in Planung für den Herbst 2019

Nachdem die 7. Auflage von „Wenn der Bauer pfeift, dann müssen die Heuerleute kommen“ schon vor Weihnachten vergriffen war, wurde umgehend die in Auftrag gegebene 8. Auflage am 22. Dezember auf den Markt gebracht. Auch sie war schon Mitte Januar 2019 vergriffen!

Da uns nahezu täglich weitere Bestellungen erreichen, ist für den Herbst 2019 eine 9. Auflage geplant.

Wir nehmen dazu schon gerne Vorbestellungen unter Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! entgegen.

Sobald die neue Auflage von der Druckerei ausgeliefert worden ist, erhalten Sie umgehend ein druckfrisches Exemplar mit Rechnung zugestellt.

 

Ältere Bewohner des Nordwestens erinnern sich noch. Überall im ländlichen Außenbereich fand man sie: aufgegebene Heuerlingskotten; Wind und Wetter überlassen und langsam verfallend. Aufgrund ihrer einfachen, möglichst kostengünstigen Bauweise galten sie schon vorher als dörfliche „Schandflecken“. Vielfach gab es nun sogar Abbruchprämien, um sie schnell verschwinden zu lassen.

Wer heute durch den Nordwesten fährt, erkennt die letzten verbliebenen Heuerlingskotten nicht wieder. Meist abseits vielbefahrener Wege haben kreative Menschen mit viel Liebe zum Detail eine Reihe dieser Kotten für die Gegenwart bewahrt und daraus jeweils ein ganz individuelles Traumhaus – für sich oder eine Gemeinschaft – geschaffen. Viele opulente farbige Fotos zeigen, wie sich die ehemals einfachen Behausungen der damaligen ländlichen Unterschicht zu traumhaft schönen Landhäusern gewandelt haben. Bereichert wird dieser Bildband zum Landleben mit vielen Ideen zu Gestaltung von Haus und Hof auf dem Land mit kurzen Beiträgen zum Thema „Heuerhäuser“ und „Leben im Heuerhaus“ von namhaften Autoren wie Andreas Eiynck, Christiane Cantauw, Heinrich Stiewe, Lutz Volmer, Timothy Sodmann, Christof Spannhoff, Niels Juister, Ralf Weber, Helmut Lensing, Bernd H. Schulte, Timo Friedhoff oder Christian Westerhoff.

Das neue 335seitige Werk „Heuerhäuser im Wandel – Vom ärmlichen Kotten zum individuellen Traumhaus“ von Bernd Robben und Helmut Lensing, diesmal gemeinsam mit dem Fotografen Martin Skibicki und dem Maler Georg Strodt verfasst und wieder im Verlag der Studiengesellschaft für Emsländische Regionalgeschichte erschienen, kann zum Buchhandelspreis von 29,90 Euro zuzüglich 4,- Euro Versandkosten für ein Buch innerhalb Deutschlands Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! werden.

Das Buch mit der ISBN 978-3-9818393-2-6 ist ab dem 16. Oktober im Handel zu erhalten. Vorbestellte Bücher werden umgehend nach Erscheinen zugestellt.

Inhaltverzeichnis

 

 

Betrachtungen und Forschungen zum Heuerlingswesen in Nordwestdeutschland.

So lautet der Titel eines Buches aus dem Verlag der Studiengesellschaft für Emsländische Regionalgeschichte , mit dem Bernd Robben und Dr. Helmut Lensing die Geschichte einer unterbäuerlichen sozialen Schicht vorstellen, die das ländliche Leben in Nordwestdeutschland fast 400 Jahre lang prägte, bis sie zwischen 1950 und 1970 komplett verschwand.

Neben den Bedingungen des Entstehens dieser Schicht, die gebietsweise bis zu 80 Prozent der Bevölkerung stellte, einer Darlegung ihrer rechtlichen und politischen Lage und schließlich der Gründe des Verschwindens stehen vor allem die Lebensumstände der Heuerleute in den Mittelpunkt. Ihre Abhängigkeit vom Bauern, ihr Wohnen, die Versuche, durch Hollandgängerei, Walfang, Töddenhandel, der Besiedlung von Mooren und Heiden, die Auswanderung in die USA oder durch viele Nebenbeschäftigungen die schlechte wirtschaftliche Lage in diesem landwirtschaftlich eher kargen Landstrich mit großen Ödlandflächen zu verbessern, werden durch Illustrationen und lebensnahe Quellen wieder lebendig.

Das Inhaltsverzeichnis ist hier zu sehen.

 

Seit 25 Jahren vergriffen, erscheint nun die komplett überarbeitete, deutlich erweiterte und auf dem neuesten Wissenstand gebrachte Auflage der Geschichte der zweitgrößten Stadt des damaligen Regierungsbezirks Osnabrück während der NS-Zeit. Die Palette der Beiträge beginnt mit der Geschichte der boomenden Textilstadt während der Weimarer Zeit und den Krisenjahren ab 1930 sowie der Entwicklung der lokalen NSDAP. Weiter geht es mit dem kulturellen Geschehen in der NS-Zeit, der Gleichschaltung des blühenden Pressewesens, dem Leben der Nordhorner Jugend unter dem Hakenkreuz in Freizeit und Schule, dem Wirken des Reichsarbeitsdienstes in der Stadt, dem Widerstand gegen die NS-Diktatur und dem traurigen Schicksal der jüdischen Einwohner bis hin zum Leben der Zwangsarbeiter. Ausführlich dargestellt wird ebenso der Luftkrieg und die Geschichte der Nordhorner reformierten, altreformierten, lutherischen, katholischen und baptistischen Kirchengemeinde sowie der besonders stark verfolgten Zeugen Jehovas. Abgerundet wird das vielfach illustrierte Werk durch Berichte niederländischer Zwangsarbeiter, die in Nordhorn schuften mussten.

Auch überregional interessant sein dürften etwa die Forschungen zum Widerstand, zur Rolle der Kirchen und zur Tätigkeit der illegalen KPD, die wegen der Grenznähe in Nordhorn sehr aktiv war. Dies gilt ebenso für die neuen Erkenntnisse zu den Kirchengemeinden in der NS-Zeit, fungierte doch der reformierte Nordhorner Pastor Theodor Horn zugleich als Präsident der reformierten Landeskirche. Bemerkenswert ist die illegale Tätigkeit die Nordhorner Zeugen Jehovas, die Schriften aus den Niederlanden zur Vervielfältigung einschmuggelten und Glaubensgenossen über die Grenze schleusten.

Verlag der Studiengesellschaft für Emsländische Regionalgeschichte, Haselünne 2016, 325 S., 28,80 Euro (zzgl. Versandkosten), ISBN 978-3-9817166-9-6. Bestellung über: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!.

Das Inhaltsverzeichnis sehen Sie hier.

In diesem Beitrag werden sämtliche erreichbaren Schulchroniktexte des Kirchspiels Haselünne, die sich auf den Ersten Weltkrieg beziehen, erstmals veröffentlicht.

Zum Kirchspiel Haselünne zählten damals die früher selbstständigen, heute zur Stadt Haselünne gehörenden Ortschaften Andrup, Bückelte, Dörgen, Eltern, Flechum, Hamm, Hülsen, Klosterholte, Lage, Lahre, Lehrte, Lohe, Lotten und Westerloh. Um die Situation dieser Dörfer zu Beginn des vorigen Jahrhunderts besser einschätzen zu können, wurde den Dokumenten jeweils ein „Vorspann“ mit Kurznotizen über die frühere Einwohnerzahl, die Anzahl der damaligen Schulkinder und auch über die Zahl der Gefallenen hinzugefügt.

In einem einleitenden „Traktat“ ist Wissenswertes über Schulchroniken allgemein und über die Situation des Lehrers zu jener Zeit dargestellt. Die Chroniken selbst behandeln in der Hauptsache die Auswirkungen des Krieges auf die Schule, d.h. auf die Schulkinder und die Lehrkräfte; bemerkenswert sind hier vor allem der enorm hohe Unterrichtsausfall sowie die häufigen Lehrerwechsel. Die Chronisten schildern außerdem die Situation der Ortschaften und etliche nicht-schulische Ereignisse. So enthalten die Chroniken zahlreichen Informationen über die Gemeinden, die in anderen historischen Quellen nicht überliefert sind. Einige Chronisten berichten im Einzelnen namentlich über die Gestellungsbefehle, über den Kriegsdienst und über die Gefallenen des Ortes.

Dieser Artikel präsentiert viele unbekannte Aspekte der emsländischen Regionalgeschichte, die über das Kirchspiel Haselünne hinaus von Interesse sein dürften.

100 S., 8,00 Euro (plus 1,45 Euro Versandkosten).

Zu bestellen über: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Franz Josef Buchholz,

Lathen links und rechts der Ems in alten Karten, Dokumenten und Bildern.

Haselünne, Studiengesellschaft für Emsländische Regionalgeschichte, 308 Seiten

ISBN 978-3-9818393-4-0, 25,00 Euro.

Im Kirchspiel Lathen im nördlichen Emsland bestimmte die Querung des durch Hochwässer gefährdeten Emstals maßgeblich das Leben und die Entwicklung der Dörfer beiderseits der Ems. Im vorliegenden Buch werden Planung und Bau der Straßen, der Flutbrücken und der Emsbrücke Lathen sowie deren Zerstörung nebst Wiederaufbau in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts ausführlich begleitet und durch viele Illustrationen zum Leben erweckt.

In der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts führte eine „unendliche Geschichte“ schließlich sogar zum Abbau der Hochwasserfreiheit der „Flutbrückenallee“, aber auch zur Erneuerung der für den Verkehr so wichtigen Emsbrücke. Der Bau der A 31 mit der Anschlussstelle „Lathen“ gab dem Fernverkehr eine neue Ausrichtung.

Der langjährige Leiter des Straßenbauamtes Lingen zeigt mit zahlreichen Fotos und abgedruckten Dokumenten die Entwicklung des Straßen- und Brückenbaus in Kirchspiel Lathen. Er zeigt nicht nur deren Bedeutung für die Entwicklung der Region auf, sondern macht auch deutlich, welche Anstrengungen die Bewohner gerade ab dem ausgehenden 19. Jahrhundert unternommen haben, um aus ihrer wirtschaftlichen wie ökonomischen Rückständigkeit durch den Anschluss an das Verkehrsnetz herauszukommen.

Zu bestellen unter: kontakt@emslandgeschichte.de

Inhaltsverzeichnis

 

Franz Josef Buchholz, Chaussee- und Landstraßenbau im Emsland während des 19. Jahrhunderts und zu Beginn des 20. Jahrhunderts sowie die Entstehung und Entwicklung der Straßenbehörde in Lingen bis zum Ende des 20. Jahrhunderts

Haselünne 2015, 96 S., 150 Abb. (farbig, vielfach Karten)

 

ISBN 978-3-9817166-8-9, 25,00 Euro.

 

In der Region der heutigen Landkreise Emsland und Grafschaft Bentheim setzte erst 1815, nach den Befreiungskriegen und der Zuordnung zum Königreich Hannover, der systematische Straßenbau mit dem Bau der Chausseen ein. Bis zum Ende des 19. Jahrhunderts entstand – im Vergleich zu den anderen Regionen Niedersachsens – ein noch wenig verdichtetes Straßennetz.

Aufgezeigt wird für den Zeitraum des 19. Jahrhunderts der Chaussee- und Landstraßenbau im Emsland sowie die Entstehung und Entwicklung der Straßenbaubehörde in Lingen bis zum Ende des 20. Jahrhunderts.

Zu bestellen unter: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

 

 

Inhaltverzeichnis

Einleitung

1. Historisches zum Chausseebau

2. Vom Postweg zur Chaussee

2.1 Der Postweg von Lingen über Meppen nach Ostfriesland und die Chaussee von Lingen

nach Löningen

2.2 Der erste Wegewärter auf der Chaussee Lingen – Meppen (1833)

3. Chaussee- und Landstraßenbau im Emsland in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts

3.1 Der planmäßige Chausseebau und der Landstraßenbau bis 1843

3.2 Die Aufhebung der General-Wegbau-Commission und die Zuordnung des Chaussee-

und Landstraßenbaus auf die Landdrosteien ab 1843

4. Die Personalstruktur der Chaussee-Bauverwaltung

5. Der Landstraßenbau im Emsland um 1850 am Beispiel der „Historischen Straße“ von

Klein Dörgen/Schleper nach Sögel

6. Die Landstraßen-Bauverwaltung im Emsland ab der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts bis 1875

6.1 Die Königlich Hannoversche Bauverwaltung bis 1866

6.2 Der Übergang von der Königlich Hannoverschen Verwaltung auf die Preußische Verwaltung 1866

7. Der Wegbauinspektor Joseph Carl Rhode, der erste Vorstand der Wegbau-Inspektion Lingen

8. Die Chaussee- und Landstraßen-Bauverwaltung ab 1873 mit Zeitspiegel der Straßenbaubehörde

in Lingen

8.1 Die Landstraßen-Bauverwaltung und die Wegeverbände ab 1873

8.2 Die Verwaltung der Chausseen und Landstraßen sowie der personelle Aufbau ab 1876

8.3 Der Zeitspiegel der Straßenbaubehörde in Lingen mit Porträts der Vorstände ab 1873

8.4 Die Finanzierung von Straßenbauten

8.5 Die Hannoversche Gesetzgebung und die Entwicklung des Straßen- und Eisenbahnnetzes ab 1876

9. Die Abgabe des Kreises Aschendorf an das Landesbauamt Leer: 1913 - 1922

10. Wegbau-Aufseher-Personalien

11. Problemfall „Maut“ schon im Wegegesetz vom 28. Juli 1851

12. Erinnerungen an die Postkutschenzeit

12.1 Die alte Poststraße Lingen-Neuenhaus-Zwolle und die Leebrücke in Hohenkörben

12.2 Die Emsbrücke in Lingen

13. Das erste Dienstgebäude in Lingen, Meppener Straße 11

14. Die weitere Entwicklung im 20. Jahrhundert

15. Ein Nachwort

Helmut Lensing,
Ludwig Windthorst – Neue Facetten seines politischen Wirkens

Haselünne, Eigenverlag der Studiengesellschaft für Emsländische Regionalgeschichte, 2011, 274 Seiten, ISBN 978-3-9814041-4-2

20,00 Euro, Versandkostenanteil 2,80 Euro für ein Buch innerhalb Deutschlands

 

Inhalt:

Vorwort

Helmut Lensing,
Ludwig Windthorst – Rückwärtsgewandter Ultramontaner oder Vorkämpfer für Minderheitenrechte im Kaiserreich?

Einleitung

Ludwig Windthorsts Leben

Die Situation der Katholiken und der katholischen Kirche in Deutschland im 19. Jahrhundert

Die Zentrumspartei als umstrittene politische Vertretung der katholischen Minderheit

Windthorsts Glaube

Windthorsts politische Tätigkeit
1. Windthorsts Verhältnis zu den Grundrechten
2. Windthorst und das Sozialistengesetz
3. Windthorsts Einsatz für die Belange der polnischen Minderheit
4. Windthorst und der Antisemitismus

Resümee

Helmut Lensing,
Ludwig Windthorst und seine emsländischen Wahlkreise

Einführung

Windthorsts Kontakte zum Emsland und sein erstes politisches Wirken für den Landstrich

Windthorsts Wahlkampf im Emsland und seine Wahlkreisarbeit

Bemühungen zur Hebung der Wahlbeteiligung

Windhorst-Aufenthalte im Emsland

Windthorsts Einsatz für Belange seiner Wahlkreise

Zur Windthorst-Rezeption im Emsland bis 1933

Anhang
I. Die Ergebnisse der Wahlen zum Reichstag und zum Preußischen Abgeordnetenhaus in den Windthorst-Wahlkreisen
A: Die Wahlresultate im 3. hannoverschen Reichstagswahlkreis 1867 bis 1890
B: Die Wahlergebnisse im 4. hannoverschen Wahlkreis/Osnabrück 1 (Meppen-Aschendorf-Hümmling) 1867 bis 1888

II. Quellen zur Windthorst-Rezeption im Emsland
1. N.N., Windthorst incognito in Meppen. Einem Meppener Bürger nacherzählt
2. Theodor Pennemann, Die „Perle von Meppen“
3. Hermann Abels, Windthorst und sein emsländischer Wahlkreis. Nach persönlichen Erinnerungen (Zum 40. Todestage Dr. Windthorsts, 14. März 1891)
4. Josef Friese, Wie der Wahlkreis Meppen seinen Vertreter ehrte. Windthorsts letzter Besuch in Meppen

III. Literaturverzeichnis
a) ungedruckte Quellen
b) Handbücher, Statistiken, Nachschlagewerke und Stenographische Berichte
c) gedruckte Quellen und Literatur

 

Bestellung bitte an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Izabella Mittwollen-Stefaniak,
„Zuhause ist, wo man Wurzeln schlägt“ – Integration von Zwangsausgesiedelten am Beispiel der emsländischen Gemeinde Sögel

Haselünne, Eigenverlag der Studiengesellschaft für Emsländische Regionalgeschichte, 2013, 333 Seiten, ISBN 978-3-9814041-5-9

20,00 Euro, Versandkostenanteil 2,80 Euro für ein Buch innerhalb Deutschlands


Ausgebombte, Evakuierte, Flüchtlinge, Vertriebene, Zwangsausgesiedelte – für die zahllosen Deutschen, die in der Endphase des Zweiten Weltkriegs und den folgenden Jahren heimatlos durch Europa irrten, sind viele Bezeichnungen geläufig.

Was es mit diesen Begriffen auf sich hat, warum es zu der Massenumsiedlung von Deutschen gekommen ist und wie es den Neuankömmlingen im nördlichen Emsland erging, ist Thema des zweiten Bandes unserer Sonderreihe. Die Autorin Izabella Mittwollen-Stefaniak arbeitet als wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Hochschule Vechta.

Nach der Erläuterung politischer Entscheidungen zum Schicksal der Deutschen im Osten beschäftigt sie sich mit deren Aufnahmegesellschaft im Emsland. Dazu untersucht sie die Lebens- und Wohnverhältnisse, das Kriegsende mit seinen Verwüstungen gerade im Raum Sögel und die Konflikte, die mit der Ankunft der Neubürger verbunden waren. Diese reichten über die Schwierigkeiten bei der Unterbringung und wirtschaftlichen Eingliederung über Verständigungsprobleme in Hinblick auf unterschiedliche Mentalitäten und Dialekte bis hin zu massiven politischen Kämpfen um die Verteilung der im Rahmen des Emslandplans neu kultivierten Siedlungsflächen.

Ausführlich geht die Autorin auch auf die alltäglichen Probleme angesichts des Aufeinandertreffens von Protestanten und Katholiken ein. Vernachlässigt werden dabei nicht die innerkonfessionellen Friktionen und Aspekte der wirtschaftlichen und sozialen Integration, beispielsweise das Heiratsverhalten zwischen Einheimischen und Neubürgern. Izabella Mittwollen-Stefaniaks Untersuchung der Geschehnisse im Raum Sögel steht beispielhaft für vergleichbare Vorgänge, die sich in vielen emsländischen und westdeutschen Gemeinden zeitgleich abspielten.

Das Inhaltsverzeichnis ist hier einzusehen:

Vorwort des FORUM Sögel e.V. S. 7

Vorwort der Gemeinde Sögel S. 9

Danksagung S. 10

1. Einleitung S. 13

2. Termini S. 20

2.1 Begriffsvielfalt und Begriffswahl S. 20

2.2 Integration S. 32

3. Historischer Kontext der Zwangsaussiedlung der Deutschen infolgedes Zweiten Weltkrieges S. 38

3.1 Vom nationalen Prinzip zur Legitimation der Bevölkerungsverschiebungen S. 40

3.2 Flucht, „wilde Vertreibung“ und die Zwangsaussiedlung der Deutschen aus den Gebieten östlich der Oder und Neiße zwischen 1944 und 1950 – Eine Skizze S. 45

4. Rahmenbedingungen für die Aufnahme der Zwangsausgesiedelten S. 55

4.1 Aufbau der „Flüchtlingsverwaltung“ und die gesetzlichen Rahmenbedingungen der Aufnahme der Zwangsausgesiedelten in Westdeutschland S. 55

4.2 Das Aufnahmegebiet und die Aufnahmegesellschaft im Emsland S. 66

4.3 Das Kriegsende in Sögel und seine Folgen S. 76.
Exkurs: Infektionsgefahr und Sittenverwahrlosung – Zwangsausgesiedelte im Visier der Gesundheitspolitik und -praxis S. 94

5. Zuwanderung, Aufnahme und wohnräumliche Integration Zwangsausgesiedelter am Beispiel Sögel S. 101

5.1 Die Zuwanderung Zwangsausgesiedelter im Emsland am Beispiel Sögels S. 101

5.2 Die Aufnahme und Unterbringung Zwangsausgesiedelter – Wohnungsnot und Wohnverhältnisse in Sögel im Vergleich zum gesamten Kreis Aschendorf-Hümmling S. 135

5.3 Die Unterbringung in Lagern S. 135

5.3.1 Das RAD-Lager Sögel S. 140

5.3.2 Das Flüchtlingsaltersheim in Sögel S. 160

5.4 Der Wohnungsbau und seine Bedeutung für den Integrationsprozess S. 169

6. Ausgewählte Aspekte der wirtschaftlichen Integration der Zwangsausgesiedelten S. 181

6.1 Die Versorgungslage und Beschäftigung bis zur Währungsreform S. 181

6.2 Arbeitsbedingte individuelle Abwanderung und staatlich gelenkte Umsiedlungen in den 1950er Jahren S. 189

6.3 Die Bodenreform und der Emslandplan: Landwirtschaft als regionaler Schwerpunkt der wirtschaftlichen Integration der Zwangsausgesiedelten im Emsland S. 198

6.4 Die Bedeutung der Zwangsausgesiedelten für die regionalen Entwicklung und abschließende Bemerkungen zu ihrer wirtschaftlichen Integration S. 229
Exkurs: Die Problematik der Konfessionsverschiedenheit S. 233

7. Resümee S. 262

Anhang (Tabellen) S. 269

I. Abbildungs- und Tabellenverzeichnis S. 291

II. Quellen- und Literaturverzeichnis S. 298

III. Personen- und Ortsverzeichnis S. 326

 

Bestellung bitte an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Aus Anlass des 100. Geburtstages des Lingener Rennfahrers Bernd Rosemeyer am 14. Oktober 2009 wurde der Beitrag von Horst Heinrich Bechtluft aus Emsländische Geschichte Band 15: Bernd Rosemeyer und die SS – Versuch der Annäherung an ein geschichtliches Tabu in Lingen, mit einigen ergänzenden Beiträgen als Sonderdruck herausgegeben:

Horst Heinrich Bechtluft
Bernd Rosemeyer (1909 – 1938) Rennfahrer in der NS-Zeit

54 Seiten, ISBN: 978-3-9808021-7-5

5,00 Euro, Versandkostenanteil 1,45 Euro für ein Buch innerhalb Deutschlands

Bestellung bitte an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Im Band 17 Emsländische Geschichte ist der Beitrag von Marcus Droste: „Die Geschichte des Feuerwehrmuseums Salzbergen“ enthalten. Die gründlich recherchierte und gut lesbare Ausarbeitung, die die Hintergründe beleuchtet, die in den siebziger Jahren zur Anschaffung der ersten Ausstellungsstücke führte und den weiteren Weg von der Sammlung zum anerkannten Feuerwehrmuseum darstellt, wurde um einen Bildanhang erweitert und als Sonderdruck „Das hätten wir nicht erwartet!“ – Die Geschichte des Feuerwehrmuseums Salzbergen herausgegeben. Der Vertrieb erfolgt durch das Feuerwehrmuseum Salzbergen bzw. durch lokale Buchhandungen und Institutionen.


Marcus Droste,
„Das hätten wir nicht erwartet!“ – Die Geschichte des Feuerwehrmuseums Salzbergen

46 Seiten, 5,00 Euro