Ältere Bewohner des Nordwestens erinnern sich noch. Überall im ländlichen Außenbereich fand man sie: aufgegebene Heuerlingskotten; Wind und Wetter überlassen und langsam verfallend. Aufgrund ihrer einfachen, möglichst kostengünstigen Bauweise galten sie schon vorher als dörfliche „Schandflecken“. Vielfach gab es nun sogar Abbruchprämien, um sie schnell verschwinden zu lassen.

Wer heute durch den Nordwesten fährt, erkennt die letzten verbliebenen Heuerlingskotten nicht wieder. Meist abseits vielbefahrener Wege haben kreative Menschen mit viel Liebe zum Detail eine Reihe dieser Kotten für die Gegenwart bewahrt und daraus jeweils ein ganz individuelles Traumhaus – für sich oder eine Gemeinschaft – geschaffen. Viele opulente farbige Fotos zeigen, wie sich die ehemals einfachen Behausungen der damaligen ländlichen Unterschicht zu traumhaft schönen Landhäusern gewandelt haben. Bereichert wird dieser Bildband zum Landleben mit vielen Ideen zu Gestaltung von Haus und Hof auf dem Land mit kurzen Beiträgen zum Thema „Heuerhäuser“ und „Leben im Heuerhaus“ von namhaften Autoren wie Andreas Eiynck, Christiane Cantauw, Heinrich Stiewe, Lutz Volmer, Timothy Sodmann, Christof Spannhoff, Niels Juister, Ralf Weber, Helmut Lensing, Bernd H. Schulte, Timo Friedhoff oder Christian Westerhoff.

Das neue 335seitige Werk „Heuerhäuser im Wandel – Vom ärmlichen Kotten zum individuellen Traumhaus“ von Bernd Robben und Helmut Lensing, diesmal gemeinsam mit dem Fotografen Martin Skibicki und dem Maler Georg Strodt verfasst und wieder im Verlag der Studiengesellschaft für Emsländische Regionalgeschichte erschienen, kann zum Buchhandelspreis von 29,90 Euro zuzüglich 4,- Euro Versandkosten für ein Buch innerhalb Deutschlands Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! werden.

Das Buch mit der ISBN 978-3-9818393-2-6 ist ab dem 16. Oktober im Handel zu erhalten. Vorbestellte Bücher werden umgehend nach Erscheinen zugestellt.

Inhaltverzeichnis

 

Seit 25 Jahren vergriffen, erscheint nun die komplett überarbeitete, deutlich erweiterte und auf dem neuesten Wissenstand gebrachte Auflage der Geschichte der zweitgrößten Stadt des damaligen Regierungsbezirks Osnabrück während der NS-Zeit. Die Palette der Beiträge beginnt mit der Geschichte der boomenden Textilstadt während der Weimarer Zeit und den Krisenjahren ab 1930 sowie der Entwicklung der lokalen NSDAP. Weiter geht es mit dem kulturellen Geschehen in der NS-Zeit, der Gleichschaltung des blühenden Pressewesens, dem Leben der Nordhorner Jugend unter dem Hakenkreuz in Freizeit und Schule, dem Wirken des Reichsarbeitsdienstes in der Stadt, dem Widerstand gegen die NS-Diktatur und dem traurigen Schicksal der jüdischen Einwohner bis hin zum Leben der Zwangsarbeiter. Ausführlich dargestellt wird ebenso der Luftkrieg und die Geschichte der Nordhorner reformierten, altreformierten, lutherischen, katholischen und baptistischen Kirchengemeinde sowie der besonders stark verfolgten Zeugen Jehovas. Abgerundet wird das vielfach illustrierte Werk durch Berichte niederländischer Zwangsarbeiter, die in Nordhorn schuften mussten.

Auch überregional interessant sein dürften etwa die Forschungen zum Widerstand, zur Rolle der Kirchen und zur Tätigkeit der illegalen KPD, die wegen der Grenznähe in Nordhorn sehr aktiv war. Dies gilt ebenso für die neuen Erkenntnisse zu den Kirchengemeinden in der NS-Zeit, fungierte doch der reformierte Nordhorner Pastor Theodor Horn zugleich als Präsident der reformierten Landeskirche. Bemerkenswert ist die illegale Tätigkeit die Nordhorner Zeugen Jehovas, die Schriften aus den Niederlanden zur Vervielfältigung einschmuggelten und Glaubensgenossen über die Grenze schleusten.

Verlag der Studiengesellschaft für Emsländische Regionalgeschichte, Haselünne 2016, 325 S., 28,80 Euro (zzgl. Versandkosten), ISBN 978-3-9817166-9-6. Bestellung über: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!.

Das Inhaltsverzeichnis sehen Sie hier.

 Franz Josef Buchholz, Chaussee- und Landstraßenbau im Emsland während des 19. Jahrhunderts und zu Beginn des 20. Jahrhunderts sowie die Entstehung und Entwicklung der Straßenbehörde in Lingen bis zum Ende des 20. Jahrhunderts

Haselünne 2015, 96 S., 150 Abb. (farbig, vielfach Karten)

 

ISBN 978-3-9817166-8-9, 25,00 Euro.

 

In der Region der heutigen Landkreise Emsland und Grafschaft Bentheim setzte erst 1815, nach den Befreiungskriegen und der Zuordnung zum Königreich Hannover, der systematische Straßenbau mit dem Bau der Chausseen ein. Bis zum Ende des 19. Jahrhunderts entstand – im Vergleich zu den anderen Regionen Niedersachsens – ein noch wenig verdichtetes Straßennetz.

Aufgezeigt wird für den Zeitraum des 19. Jahrhunderts der Chaussee- und Landstraßenbau im Emsland sowie die Entstehung und Entwicklung der Straßenbaubehörde in Lingen bis zum Ende des 20. Jahrhunderts.

 Zu bestellen unter: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

 

 

Inhaltverzeichnis

                 Einleitung                                                                                                                              

         1.    Historisches zum Chausseebau

         2.    Vom Postweg zur Chaussee                                                                                                

                     2.1 Der Postweg von Lingen über Meppen nach Ostfriesland und die Chaussee von Lingen

                             nach Löningen

                     2.2  Der erste Wegewärter auf der Chaussee Lingen – Meppen (1833)                                                      

         3.    Chaussee- und Landstraßenbau im Emsland in der ersten Hälfte  des 19. Jahrhunderts

                     3.1 Der planmäßige Chausseebau und der Landstraßenbau bis 1843                                                          

                     3.2 Die Aufhebung der General-Wegbau-Commission und die Zuordnung des Chaussee-

                             und Landstraßenbaus auf die Landdrosteien ab 1843

         4.    Die Personalstruktur der Chaussee-Bauverwaltung                                                        

        5.    Der Landstraßenbau im Emsland um 1850 am Beispiel der  „Historischen Straße“ von

                Klein Dörgen/Schleper nach Sögel

         6.    Die Landstraßen-Bauverwaltung im Emsland ab der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts bis 1875

                     6.1 Die Königlich Hannoversche Bauverwaltung bis 1866                                                                                 

                     6.2 Der Übergang von der Königlich Hannoverschen Verwaltung auf die Preußische Verwaltung 1866

         7.    Der Wegbauinspektor Joseph Carl Rhode, der erste Vorstand  der Wegbau-Inspektion Lingen

         8.    Die Chaussee- und Landstraßen-Bauverwaltung ab 1873 mit Zeitspiegel der Straßenbaubehörde

                  in Lingen

                     8.1 Die Landstraßen-Bauverwaltung und die Wegeverbände ab 1873                                                        

                     8.2 Die Verwaltung der Chausseen und Landstraßen sowie der personelle Aufbau ab 1876              

                     8.3  Der Zeitspiegel der Straßenbaubehörde in Lingen mit Porträts der Vorstände ab 1873               

                     8.4  Die Finanzierung von Straßenbauten                                                                                                               

                     8.5  Die Hannoversche Gesetzgebung und die Entwicklung des Straßen- und Eisenbahnnetzes ab 1876

         9.    Die Abgabe des Kreises Aschendorf an das Landesbauamt Leer: 1913 - 1922           

         10.  Wegbau-Aufseher-Personalien                                                                                           

         11.  Problemfall „Maut“ schon im Wegegesetz vom 28. Juli 1851                                      

         12.  Erinnerungen an die Postkutschenzeit                                                                             

                     12.1 Die alte Poststraße Lingen-Neuenhaus-Zwolle und die Leebrücke in Hohenkörben                   

                     12.2 Die Emsbrücke in Lingen                                                                                                                                     

         13.  Das erste Dienstgebäude in Lingen, Meppener Straße 11                                            

         14.  Die weitere Entwicklung im 20. Jahrhundert                                                                   

         15.  Ein Nachwort

Betrachtungen und Forschungen zum Heuerlingswesen in Nordwestdeutschland.

So lautet der Titel eines Buches aus dem Verlag der Studiengesellschaft für Emsländische Regionalgeschichte , mit dem Bernd Robben und Dr. Helmut Lensing die Geschichte einer unterbäuerlichen sozialen Schicht vorstellen, die das ländliche Leben in Nordwestdeutschland fast 400 Jahre lang prägte, bis sie zwischen 1950 und 1970 komplett verschwand.

Neben den Bedingungen des Entstehens dieser Schicht, die gebietsweise bis zu 80 Prozent der Bevölkerung stellte, einer Darlegung ihrer rechtlichen und politischen Lage und schließlich der Gründe des Verschwindens stehen vor allem die Lebensumstände der Heuerleute in den Mittelpunkt. Ihre Abhängigkeit vom Bauern, ihr Wohnen, die Versuche, durch Hollandgängerei, Walfang, Töddenhandel, der Besiedlung von Mooren und Heiden, die Auswanderung in die USA oder durch viele Nebenbeschäftigungen die schlechte wirtschaftliche Lage in diesem landwirtschaftlich eher kargen Landstrich mit großen Ödlandflächen zu verbessern, werden durch Illustrationen und lebensnahe Quellen wieder lebendig. Das Inhaltsverzeichnis ist hier zu sehen.

Das Werk umfasst 288 Seiten und ist über den Buchhandel (ISBN 978- 3-9814041-9-7) oder der Studiengesellschaft (Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!) zu beziehen und kostet 24,90 Euro.